SV OG Duisburg-Homberg

seit 1923

Übungszeiten:

 

Mittwochs ab 15 Uhr

Samstags ab 15 Uhr

 

 

Termine:

 

14.11.2015

Prüfung BH, IPO 1-3

Richter: Zenk

 

24.04.2016

Prüfung BH, IPO 1-3

Richter: Rudi Böhmer

 

 

 

 

 

 

Historie der OG – Homberg / Schäferhundeverein

 

 

 

1923

Trafen sich eine Handvoll Hundefreunde und beschlossen, auf einem Gelände der Kirchstraße, zwischen den Städten Homberg und Moers, einen Schäferhunde- und Dobermannverein zu gründen.

 

Der Verein blühte auf, doch dann kamen die Wirren des 2. Weltkrieges mit Toten, Verletzten, Elend und viel Zerstörung.

Nach dem Krieg fanden sich die Überlebenden, um den fast 25 Jahre alten Verein weiter zu führen. Der Wiederaufbau und Bauboom Ende der 40-er- Anfang der 50-er Jahre zwang den Verein, das Grundstück an der  Kirchstraße aufzugeben und ein neues Gelände zu finden. Das war relativ schnell möglich, mit der damaligen Rheinpreußen AG.

 

1954

So fand man das jetzige Grundstück hier an der B 60.

Man fing an, einen Übungsplatz zu erstellen und baute ein Vereinsheim mit Sanitäranlagen, Zwingern, Boxen und Tribüne.

Jahrzehnte gingen ins Land und der Verein wuchs mit allen Höhen und Tiefen, großen und kleinen Querelen, die in jedem alt-eingesessenen Verein vorkommen.

Doch dann, vor  ca. 10 Jahren, verdunkelte sich der Himmel über unserem Verein.

 

2000

Ein neuer Nachbar, der das Hausgrundstück unmittelbar an unserer Grundstücksgrenze erworben hat, ließ die dunklen Wolken aufziehen.

 

Zuerst waren es Kleinigkeiten, ein Ast……....

 

Es gipfelte letztlich darin, das dieser Nachbar auf einer Leiter stand und unsere Mitglieder und  Gäste massiv bedrohte und  aufs Übelste beleidigte. Ein vernünftiger Übungsbetrieb war somit fast unmöglich. Justiziar  musste eingeschaltet werden und sprach Recht zugunsten des Vereins.

 

Wir dachten, nun kehrt Ruhe ein, jedoch weit gefehlt.

 

Partei –politische Verbindungen veranlassten den damaligen Baudezernenten uns die sofortige Untersagung und Räumung

des Geländes, unter  Androhung von Bußgeldern mitzuteilen, da es auf diesem Gelände keinen Hundeverein gibt.

 

Uns gibt es nicht?

 

Wir existieren nicht?

 

1973 Zum 50- jährigen Bestehen war der damalige Bürgermeister der Stadt Homberg Herr Bongards. Schirmherr, zum 75- jährigen Bestehen  war  der damalige Bezirksbürgermeister Herr Otto und in sämtlichen Katasterunterlagen der Stadt Duisburg war ein Hundetrainingsplatz ausgewiesen, aber wir existierten nicht ???!!!??

 

Justiziar musste wiederum eingeschaltet werden und wir zogen vor das Verwaltungsgericht nach Düsseldorf.

Vonseiten der Stadt kam nun die Argumentation „wir sollten nachweisen, daß wir  vor der Nachbarbebauung ; sprich 1956 schon auf  dieser Platzanlage waren.

 

Weder in Archiven von Rheinpreußen bzw. DEA. Texaco, RWE DEA und Stadt Duisburg konnten wir nicht fündig werden.

Die ältesten Mitglieder waren verstorben oder unbekannt verzogen.

 

Doch plötzlich tat sich ein über 80 –jähriger Nachbar auf und berichtete, daß er schon 1954 zur WM über die damalige Schotterstraße „B60“ zu unserem Vereinsheim kam, um die Weltmeisterschaft im Radio zu verfolgen.

 

Justiziar war überzeugt und wir gewannen den Prozess.

 

Nun sollte endgültig Ruhe einkehren, aber wiederum noch weiter gefehlt.

 

Es dauerte nicht lange und wir erhielten die Kündigung von unserem langjährigen Verpächter. Begründung: Das Grundstück würde an einen Kaufinteressenten veräußert.

 

Wie konnte es anders sein???? Der Kaufinteressent war unser Nachbar. Er wollte seinen Garten  um über 6.300 m² erweitern.

 

Die Presse wurde aufmerksam und witterte Spekulation.

 

Das Totenglöckchen über unseren Verein  läutete,

 

Den Kaufpreis konnten wir nicht stemmen, doch dann kamen unsere Nachbarn, Freunde, Hundesportler usw. und sagten uns ihre  Unterstützung  zu  und sie forderten  uns auf, weiter zu kämpfen.

 

Wir beschlossen, dann von unserem Totenbett aufzustehen und diesen letzten Kampf mit unseren Nachbarn usw. gemeinsam durchzuführen.

 

Wir führten Gespräche und konnten den Kaufpreis reduzieren, bekamen Aufschub und Verlängerungen.

Es wurde protestiert, es wurde gespendet und einige Politiker haben den Bürgerwillen erkannt und mit uns gekämpft.

Wir führten Gespräche mit Investoren und Banken, um den Rest des Kaufpreises, die Hälfte haben wir durch Unterstützung anderer bekommen, zu finanzieren.

 

Dann kam  letztlich noch der rettende Engel aus Düsseldorf und machte uns ein Finanzierungsangebot, das der Verein auch in Zukunft stemmen kann.

 

2013

Vor acht Wochen wurde der Kaufvertrag für unsere Platzanlage unterzeichnet, der Kaufpreis bezahlt und das Totenglöckchen zum Verstummen gebracht.

Nur durch unsere Nachbarn, Freunde, Hundesportler ist es uns jetzt möglich, wie Manager und Politiker gerne sagen „jetzt gehen wir zum Kerngeschäft über. Dies ist bei uns die Jugendarbeit, die Verantwortung zu den Lebewesen zu lernen, stressfreie Spaziergänge mit dem Hunde gegenüber unseren Mitmenschen durchzuführen, Ausbildung unserer Rettungshunde und Obedience.

 

Duisburg, Juni 2014